Ein guter Einstieg ist, sich erst einmal das DBA Zypern strukturiert erklären zu lassen – z. B. über diesen Leitfaden:
https://zypernlifestyle.com/ratgeber/dba-zypern/ (dort wird das Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland–Zypern inkl. Residenzregeln und Beispielen zusammengefasst).
In der Praxis entscheiden oft nicht einzelne „Tage“, sondern die Gesamtschau: Wohnung, Familie, gewöhnlicher Aufenthalt, wirtschaftliche Interessen und wo die wesentlichen Entscheidungen getroffen werden.
Gerade bei Selbstständigen ist das Thema Betriebsstätte heikel, weil ein „Homeoffice-Rest“ oder regelmäßig genutzte Infrastruktur in Deutschland schnell wieder Anknüpfungspunkte schafft.
Wenn du das sauber aufsetzen willst, denk in Checklisten: Nachweise zu Aufenthalten, Miet-/Nutzungsverträgen, Bank- und Versicherungsbelegen, sowie Dokumentation deiner Geschäftsleitung und Entscheidungswege.
Außerdem solltest du die Wegzugs- und Beteiligungsthemen (z. B. stille Reserven/Exit-Konstellationen) früh prüfen lassen, weil das unabhängig vom DBA teuer werden kann.
Hilfreich ist auch, vorab zu klären, ob du wirklich nur „verlagerst“ oder ob du ungewollt eine Doppelstruktur betreibst, die in beiden Ländern steuerliche Pflichten triggert.
Unterm Strich: Das DBA hilft, aber es ersetzt keine saubere Faktenlage und keine konsistente Dokumentation über das ganze Jahr.
Für die konkrete Umsetzung ist ein Steuerberater mit internationalem Fokus sinnvoll, damit du nicht aus Versehen genau die Fallstricke mitnimmst, die das DBA eigentlich verhindern soll.